Kopfbild Gemeinde Poppenricht

Gemeindebeschreibung

Poppenricht, eine l(i)ebenswerte Gemeinde

im Herzen des Amberg-Sulzbacher Landes

Poppenricht, eine l(i)ebenswerte Gemeinde im Herzen des Amberg-Sulzbacher Landes. Dies hat auch das Vermessungsamt Amberg im Jahr 2007 amtlich bestätigt. Der (geographische) Mittelpunkt des Landkreises Amberg-Sulzbach liegt in Poppenricht, südwestlich des Ortsteiles Altmannshof in einem leicht ansteigenden Waldstück rund 150 Meter von der Kreisstraße AS 13 und dem parallel verlaufenden Radweg entfernt.

Urkundlich wurde Poppenricht erstmals 1150 n. Chr. erwähnt. Funde aus der späteren Bronzezeit zeugen davon, dass der Ort bereits 3.000 Jahre besiedelt gewesen sein muss. Fast 300 Jahre lief mitten durch die heutige Gemeinde eine Staatsgrenze. Der Landshuter Erbfolgekrieg, der auch Poppenricht heimsuchte, führte 1505 zur Schaffung des späteren Herzogtums Sulzbach, dem unter anderem auch Poppenricht einverleibt war. Als Grenzgebiet zwischen der Oberpfalz und dem Herzogtum Sulzbach haben alle Orte im Gemeindebereich eine wechselvolle Geschichte hinter sich. So erinnert das Bayerische Brückl, eine Bogenbrücke aus dem 18. Jahrhundert, an diese einstige Grenze. Unweit davon ist ein Steinmarterl zu sehen, das um 1700 entstand. Die Grenze zog sich von hier über Poppenricht weiter nach Altmannshof.

Die moderne Gemeinde Poppenricht wurde durch die Gebietsreformen 1972 und 1978 aus den beiden Gemeinden Michaelpoppenricht und Traßlberg geschaffen. Das Gemeindegebiet erstreckt sich auf eine Gesamtfläche von 11,55 km², die Seehöhe beträgt 445 m. Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Poppenricht, Traßlberg, Witzlhof, Altmannshof, Speckshof, Laubmühle, Häringlohe und Wirnsricht mit Neuhof.

Poppenricht, mit ca. 3.502 Einwohnern, liegt zwischen den beiden Städten Amberg und Sulzbach-Rosenberg mit hervorragenden Busverbindungen in beide Richtungen sowie guten Verkehrsanbindungen an die überörtlichen Zentren Nürnberg und Regensburg. Der Anschluss an die Autobahn A 6 ist nur ca. 10 km entfernt. Die Bahnlinie Nürnberg-Schwandorf (Haltebahnhöfe Sulzbach-Rosenberg und Amberg) führt durch das Gemeindegebiet. Die Gemeinde verfügt über ein sehr gut ausgebautes Straßen- und Wegenetz.

Seit 01.01.2003 ist die Gemeinde Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Obere Vils-Ehenbach (AOVE). Mit der österreichischen Gemeinde Krems/Kärnten verbindet die Gemeinde eine langjährige Partnerschaft.

Die Mischung macht´s: Seele baumeln lassen, Sport und Bewegung, Kunst und Kultur. Für Wanderer, Radler, Nordic-Walker, Kanuten, Angler und Reiter ist Poppenricht schon lange ein Geheimtipp. Mehrere Kinderspielplätze, eine neue Skateranlage, ausgebaute Geh-, Rad- und Wanderwege (unter anderem der Poppenrichter Rundwanderweg, der Vilstal- und Amberger Rundradweg) für erholsame Betätigungen in unberührter Natur, eine Bootseinstiegstelle an der Vils als Startpunkt für flussabwärts führende Touren (Parkplätze sind vorhanden) und ein Freizeitgelände mit Eislaufplatz, Streetballfeld, Tennisanlage und Bolzplätze befinden sich in der Gemeinde. Am Freizeitgelände sind auch kostenlose Wohnmobilstellplätze vorhanden. Beheizte Frei- und Hallenbäder kann man in der Nähe besuchen. Der Fünf-Flüsse-Radweg (Pegnitz-Vils-Naab-Donau-Altmühl) verläuft durch die Gemeinde. Auch für Inline-Skater ist Poppenricht ein begehrtes Ziel. Für Freunde des Reitsports gibt es unter anderem im Ortsteil Altmannshof reichlich Gelegenheit.

Einkaufsmärkte, Postagentur, Banken, Grund- und Teilhauptschule (mit Mittagsbetreuung), Kindergärten, Allgemeinarzt und Zahnarzt, Heilpraktiker, Kranken-gymnastik- und Massagepraxis sind in der Gemeinde ansässig. Auch Bäcker und Metzger findet man neben leistungsfähigen Handwerksbetrieben und Dienstleistungsunternehmen vor. Gutbürgerliche Landgasthöfe mit Übernachtungsmöglichkeiten und Urlaub auf dem Bauernhof runden das umfangreiche Angebot ab.

Sehenswürdig ist unter anderem die östliche Fensterfront der katholischen Pfarrkirche St. Michael. Besonders in der Morgensonne bilden die rund 25.000 Einzelgläser ein farbenprächtiges Fenstermosaik, das zum Großartigsten zählt, was nach dem Krieg an sakraler Glaskunst in Bayern entstanden ist. Auf ein einschneidendes Ereignis – „Schlacht bei Amberg“ – verweist seit 2001 ein Gedenkstein beim Ortsteil Witzlhof. Damals fanden vom 22. bis 24. August 1796 2200 Menschen den Tod. Daran erinnert auch eine in den Traßlberger Dorfbrunnen eingemauerte Kanonenkugel. Ebenso sehenswert ist die evangelische St.-Michaels-Kirche im Ortskern von Poppenricht, deren Wurzeln bis ins Jahr 1343 zurückreichen. Damals entstand der später erweiterte Bau mit seinem gotischen Turm und dem auffälligen Spitzhelm. Teile der früheren Friedhofsmauer stammen noch aus dieser Zeit. Der Friedhof ist schon längst aufgelassen. An seiner Stelle lädt ein kleiner Park zum Entspannen und zur Ruhe ein.

Ein gut funktionierendes Vereinswesen mit Feuerwehren und Sportvereinen sowie Schützenverein findet man in der Gemeinde vor. Kultur, Gesellschaft, Brauchtum und Soziales genießen in der Gemeinde einen hohen Stellenwert.

Woher kommt der Name Poppenricht?